ERNÄHRUNG für STILLENDE FRAUEN


Zum Stillen

E R N Ä H R U N G   FÜR  S T I L L E N D E  F R A U E N

Grundsätzlich: Vollwertige und abwechslungsreiche Wunschkost für Körper und Seele, 500 kcal mehr am Tag als gewöhnlich.

V O R S I C H T

G R U N D

A L T E R N A T I V E N

Gemüse

Grünkohl, Weißkohl, Rotkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Lauch, Radieschen, Rettich, Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, Linsen, Erbsen,

Blähungen

wenn das Kind 3 Monate alt ist kann man sich auch langsam wieder an die „verbotenen“ Gemüsearten „herantasten“.

Möhren, Spinat , Kartoffeln, Fenchel (milchbildend), Auberginen, Zucchini, Pilze, Avocados, Artischocken, Gurken, Kerbel, Mais, Salate, Schwarzwurzeln, Sellerie, Steckrüben, Sojasprossen, Tomaten,

Paprika + Essiggurken      

Wundsein

 

Spargel

verändert Milchgeschmack

 

Dosengemüse

viel Salz, wenig Vitamine

 

Gewürze

scharfe

 

Blähungen

Basilikum, Dill, Fenchel, Majoran, Fenchel sind sogar alle milchbildend!!!

Salbei, Pfefferminz, Hibiskus, Petersilie sind

milchbildungshemmend

 

Getreideprodukte

Vollkornbrot, Müsli (Vollkornernährung) nur immer mit reichlich Flüssigkeit

Verstopfungen

hin und wieder Blähungen

Hafer, Hirse, Gerste, Gries, Nudeln, Reis.

Vollkornbrot, Müsli, Frischkornbrei, Weizenkleie mit viel Wasser sorgt aber auch für raschen und weichen Stuhlgang.

Obst

Ananas, Erdbeeren, Nüsse

harmlose Allergien

Weintrauben, Bananen, Birnen, Himbeeren, Nektarinen, Pfirsiche, Trockenfrüchte, Äpfel

Johannisberre, Kiwi, Zitrusfrüchte

Wundsein

nicht jedes Kind wird durch die Früchtsäuren wund. Vorsichtig jede Frucht einzeln und langsam steigernd ausprobieren!

Bei Obstsalat und Mischsäften weiß man nicht auf welche Frucht das Kind evtl. Reagiert!

 

Steinobst

manchmal Blähungen

 

Dosenobst

zu süß, wenig Vitamine

 

Milchprodukte

Vollmilch

kann Blähungen und Durchfall auslösen

Buttermilch, Dickmilch, Joghurt, Käse, Kefir, Quark, Sahne, Butter, (Soja)

Fette

Margarine

enthält Transfettsäuren, die im Verdacht sind das Herzinfarktrisiko deutlich zu erhöhen.

Butter, Butterschmalz, Distelöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl

Fleisch/Fisch

Muscheln, Meeresfrüchte

kann Durchfall auslösen

Geflügel, Kalb, Lamm, Rind, Schwein, Fisch

Getränke

schwarzer Tee + Kaffee

Unruhe beim Kind

Rotbuschtee, Anis-Kümmel-Fenchel-Tee, Säfte verdünnt mit Wasser, Selter kohlen- säurearm, Malzbier milchbildend, Schlehen- saft milchbildend/stärkend, Gerstenwasser milchbildend (200g Gerste, 2L Wasser, 2h kochen) 2-3L am Tag trinken. Tip!: Alkfr. Weizenbier kann entspannend und milchbildend wirken.

- Mutter und Baby! müssen das Stillen erst lernen

- man nehme viel Geduld und Ruhe

- bequeme Position suchen z. B. mit Stillkissen (Schultern hängen lassen)

- den Bauch des Kindes an den Bauch der Mutter
  (dann muß das Baby nicht so sehr den Hals verdrehen)

- ruhig verschiedene Stillpositionen ausprobieren

- der Mund des Babys soll weit geöffnet an die Brustwarze
  der Mutter geführt werden, das Baby soll so viel wie möglich Brustwarze
  in den Mund saugen, dabei sollen die Ober- und Unterlippen
  nach außen gewölbt sein und den Warzenvorhof umschließen.

- ganz wichtig: wenn das Baby so gut angelegt ist, darf es so oft und so lange an
  der Brust trinken, wie es den  Bedarf hat.
  Manchmal kommt es vor, daß es aber garnicht mehr zu Schreien
  aufhören möchte, dann hat es vielleicht Bauchschmerzen. In diesem Fall, lieber
  einen schönen warmen Tee geben.

- der Milcheinschuß kann sehr schmerzhaft sein! Die Brust kann prall und heiß sein
  Abhilfe durch: Austreichen der Brust auch unter der warmen Dusche
  (hier fängt die Milch meist von alleine an zu laufen).
  Abpumpen mit einer Hand- oder E-Milchpumpe von Medela.
  Nach dem Stillen kühle Umschläge mit Wasser, Quark, Retterspitz,
  vor dem Stillen warme Umschläge mit Wasser und die Brustwarzen etwas 
  stimulieren, damit die gestaute Brust die Milch besser hergibt.
  Der Körper produziert vermehrt Blut, Wasser und Milch in der Brust, diese 
  Erscheinungen klingen aber nach wenigen Tagen, meist ganz von alleine ab,
  dann wird so viel produziert, wie abgenommen wird.

- auch die Brustwarzen sind meist gereizt und sehr empfindlich
  (die Brustwarzen trocknen lassen und mit einer Lanolinsalbe pflegen,
  im Notfall mit einem Stillhütchen stillen)

- vielleicht können die Brustwarzen schon in der Schwangerschaft durch leichte 
  Massagen mit Weizenkeimöl vorbereitet werden, es kann auch noch 
  Milchbildungstee getrunken werden, ansonsten bereiten sich die Brustwarzen, 
  durch ihre dunkle Pigmentierung, selbst auf die Stillzeit vor.

- 6 Monate voll Stillen, nicht vor dem 4. Monat Beikost geben, 1 Mahlzeit durch
  Gemüsebrei ersetzen, nach einem Monat Gewöhnung, weitere Mahlzeit durch
  Obst-Getreide-Brei ersetzen.