Hausgeburt
Die WHO hat sich nicht festgelegt,
welcher Geburtsort sicherer ist:
Die Hausgeburt, die Geburt
in der Klinik oder die Geburt
in Geburtshäusern oder
ähnlichen ausserklinischen Einrichtungen.
Auch in unserer modernen Gesellschaft
hat die Hausgeburt noch ihren Platz.
Und dies aus gutem Grund:
Die Frau kann sich ihre Geburt selber
gestalten und ist in ihrer vertrauten
Umgebung mit einer vertrauten Hebamme.
Sie fühlt sich sicher und geborgen
und kann sich häufig besser entspannen.
Gerade aus diesen Gründen gebären
die Frauen häufig auch leichter.
Eine wichtige Voraussetzung für eine
Hausgeburt ist eine komplikationslose
Schwangerschaft.
Geburtsbeginn erkennen
Fruchtblase springt
- Tröpfeln - schwallartiger Abgang
- wie lag das Kind (Hebamme/Gyn am Ende der Schwangerschaft fragen)
- wenn Köpfchen nicht tief genug im Becken liegt und bei frühemBlasensprung,
liegend und sofort in die Klinik
- bei termingerechtem Blasensprung, in aller Ruhe Wehenbeginn abwarten, -6 hnach
Blasensprung, um Wartezeit Klinik zu verkürzen.
- Zeit läuft 24 - 48 h (je nach Klinik) nach Blasensprung sollte das Kindgeboren sein.
Schleimpfropfabgang
- unsicheres Zeichen!
- Kann Tage bis Stunden vor der Geburt sein.
Wehen
- regelmäßige, kräftige, muttermundswirksame (50-90 Sekunden lang)
- unregelmäßige, kurze (10-30 Sekunden lang) = Vorbereitungswehen können auchin
jüngerer Schwangerschaft bis zu 10 am Tag auftreten oder sie verstärkensich und
entwickeln sich zu Geburtswehen am Ende der Schwangerschaft.
- warmes Bad nehmen, Geburtswehen verstärken sich in der Regel!
(bei sehr wenigen Frauen klingen aber die Geburtswehen ab, nach demBaden
wird die Wehentätigkeit dann aber sofort wieder kräftiger)
- Erst bei stärkeren, regelmäßigen Wehen in die Klinik
- Nachts versuchen noch mal einzuschlafen
- auf- und abgehen, bewegen
- Kräfte sparen, die Geburt wird anstrengend
Partner
- Sie erinnern - bei Wehenbeginn tiefen Atemzug nehmen.
- Hilfestellung beim Atemrhytmus
(kurz durch die Nase einatmen und lang und ruhig durch den Mundausatmen)
- für Ablenkung in den Wehenpausen sorgen (aufmuntern).
- auf die Uhr schauen und die nächste Wehe ankündigen, zur innerlichenVorbereitung,
vielleicht sogar schriftlich dokumentieren.
- oder einfach nur da sein und dadurch unterstützen.
- selbst stärken, ausruhen, die Geburt kann sehr lang dauern!
Geburtsanregung
- Viel Bewegung (Treppensteigen)
- Brustwarzen stimmulieren:
5 Min. leicht streichen - 5 Min. Pause.... etc., oder auch mit einerMilchpumpe
- Mit dem Partner schlafen: Prostaglandine im Sperma können wehenanregendwirken
- Rizinuskapseln: dadurch entstandene Darmtätigkeit
wirkt wie eine wehenanregende Gebärmuttermassage
- heißes Bad: nur wenn der Partner dabei ist und der Kreislauf stabil ist
- mit der Hebamme über andere geburtseinleitende Maßnahmen reden
- 10-14 Tage über dem Geburtstermin, mit der Klinik über Geburtseinleitungsprechen
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Eingeleiteter Geburtsbeginn
- Im Krankenhaus wird häufig Prostaglandin-Gel auf den Muttermund einmassiert
- oder mit einer ¼ - ½ Tablette-Misoprostol oral
- dann wird häufig ein Einlauf und eine Rasur vorgenommen (kann man auchablehnen)
- meist wird noch ein Bad angeboten
- wenn die Geburt nicht richtig in Schwung kommt, wird evt.
Die Fruchtblase eröffnet (schmerzlos)
- häufig wird dann auch noch ein Wehentropf verabreicht
Nicht Vergessen
- im Kreißbett so bequem wie möglich machen, ruhig um Hilfe bitten
- denk auch an Deine Bedürfnisse, evt. auch etwas energischer
- wenn die Wehen zu stark sind kann der Wehentropf reguliert werden
Wie kann der Partner helfen
- bei eingeleiteter Geburt braucht sie evt. mehr Zuspruch und Ermunterung,
weil der Körper sich an etwas Unnatürliches gewöhnen muß.
- denk daran, daß sie gesund ist und rede ihr auch so Mut zu
- helf ihr sich zwischen den Wehen zu entspannen
- massiere sie zur Entspannung: Schuckelmassage 'eine Hand am Rücken, dieandere am
Bauch, beide Hände „schuckeln“ nun ihren Körper, wobei die Rückenhandkräftiger
schuckelt. Bewegung auf und ab durchführen. NUR WENN SIE ES MAG!!!
- ermuntere sie, zu seufzen , auszuatmen, Ärger rauszulassen und erinnere siedaran
worauf sie hinarbeitet (auf das Baby).
- sei ganz bei ihr, starre nicht nur auf die Maschinen